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{ Case Study }

Digitalisierung trifft Didaktik.
Erfolgreiche Zusammenarbeit für ein digitales Lesescreening zwischen XDEV und der Universität Regensburg.

Best {BUDDYS} in Code.

{ Herausforderung }

Ein digitales Mammutprojekt für Bayerns Grundschulen
 

Die PISA-Studien der vergangenen Jahre waren ein deutlicher Weckruf für den Bildungsstandort Deutschland. Immer wieder wurden Schwächen bei Schülerinnen und Schülern festgestellt – insbesondere in der Lesekompetenz. Deutschland liegt hier unter dem OECD-Durchschnitt und es besteht eindeutig Nachholbedarf. Schließlich ist Lesen eine der wichtigsten Fähigkeiten, die Kinder im Heranwachsen erwerben müssen.  

In Bayern wurden daher gezielte Maßnahmen ergriffen. Eine davon ist das Bayerische Lesescreening (BYLES) – ein digitales Testverfahren, mit dem das individuelle Leseniveau von Kindern in den Jahrgangsstufen 2 bis 4 erfasst werden soll.  Umgesetzt wurde dieses Mammutprojekt von einer Forschungsgruppe der Universität Regensburg – mit technischer Unterstützung eines erfahrenen Softwarepartners: XDEV.

Das Screening ist ein großartiges Beispiel dafür, dass öffentliche Digitalisierungsprojekte reibungslos funktionieren können.

Dr. Mario Frei, Uni Regensburg

{ Aufgabe }

Gezielte Förderungen für Kinder ermöglichen
 

Mit dem Bayerischen Lesescreening (BYLES) steht den bayerischen Grundschulen seit dem Schuljahr 2024/2025 ein standardisiertes digitales Diagnoseinstrument zur Verfügung. Es soll Lehrkräften helfen, den Fortschritt in der Lesekompetenz sichtbar zu machen – für sich selbst, für die Schülerinnen und Schüler sowie für Eltern und Erziehungsberechtigte.  

Die Umsetzung des Projekts war komplex: Mehrmals pro Schuljahr absolvieren hunderttausende Kinder einen digitalen Lesetest. Lehrkräfte brauchen eine intuitiv bedienbare, datenschutzkonforme und ausfallsichere Lösung. Es braucht ein System, das performant, skalierbar und flexibel genug ist, um sowohl den Anforderungen des Kultusministeriums als auch den Ideen der Entwicklerinnen und Entwickler gerecht zu werden.

Mario Frei und Stefan Böhringer von der Universität Regensburg waren von Anfang an dabei. Frei erinnert sich: „Nach der Ausschreibung suchten wir einen Partner, der uns bei der Entwicklung einer skalierbaren Java-Umgebung auf Industriestandard unterstützen kann.“ Böhringer, zuständig für die technische Umsetzung, ergänzt: „XDEV hatte am Ende das überzeugendste Angebot – und wir haben sofort ein starkes persönliches Commitment für die Bedeutung des Projekts gespürt.“

Denn neben der reinen JavaUmsetzung spielt beim BYLES vor allem ein Aspekt eine zentrale Rolle: Bildungsgerechtigkeit. Nur wer weiß, wo Kinder Defizite haben, kann gezielt fördern. 

Wir haben bei XDEV sofort ein starkes persönliches Commitment für die Bedeutung des Projekts gespürt.

Stefan Böhringer, Uni Regensburg

{ Ergebnisse }

Datenschutzkonform und motivierend – Screening mit Mehrwert
 

Bevor das System in den Klassenzimmern zum Einsatz kam, lag viel Arbeit vor dem Projektteam. XDEV war von Anfang an bei den Meetings mit dem Kultusministerium eingebunden und unterstützte die Projektverantwortlichen intensiv. „Wir hatten nahezu täglich Meetings – und die XDEV-Mitarbeiter agierten wie Teil unseres Teams“, beschreibt Mario Frei die enge Zusammenarbeit.

Diese enge Verzahnung war notwendig, um den ambitionierten Zeitplan einzuhalten. 
„XDEV kam im Januar 2024 an Bord – und nur elf Monate später startete das erste Screening“, so Böhringer.

Die Herausforderungen waren vielfältig: Neben der nötigen Leistungsfähigkeit und Flexibilität der Software musste insbesondere der Datenschutz höchsten Ansprüchen genügen. Immerhin werden bei zehntausenden Schülern sensible personenbezogene Daten erhoben. 
Die Lösung: Die Daten werden ausschließlich verschlüsselt in der BYLES-Umgebung gespeichert. Nur die jeweilige Lehrkraft kann mithilfe eines individuellen Schlüssels Klarnamen und Testergebnisse einsehen. Nicht einmal die Schule selbst hat Zugriff – ein konsequenter Schutz sensibler Informationen.

Die Lehrkräfte übernehmen auch beim Test selbst eine Schlüsselrolle: Sie aktivieren die individuellen QR-Code-Logins der Kinder und nutzen die Ergebnisse zur gezielten Förderung. Für die Kinder ist das Screening so gestaltet, dass sich die Schwierigkeit der Aufgaben automatisch an ihren Fortschritt anpasst. So wird für jedes Kind eine individuelle Lernerfahrung geschaffen – mit wertvollen Rückschlüssen auf Stärken und Schwächen. Die Aufgaben reichen von Wort-Bild-Zuordnungen über Textverständnis bis hin zu Übungen zum kritischen Denken. Im ersten Durchlauf nahmen bereits 180.000 Kinder am Screening teil.

„Das Screening wird gut angenommen“, resümieren die Initiatoren. Schon während der Entwicklung gab es enge Abstimmungen mit Lehrkräften. Nach dem Roll-out erreichten das Projektteam viele Rückmeldungen – durchweg positiv. Kleinere technische Anpassungen konnten dank XDEV schnell und unkompliziert umgesetzt werden.

„Das Screening ist ein tolles Beispiel dafür, dass öffentliche Digitalisierungsprojekte reibungslos funktionieren können“, freut sich Mario Frei über die Ergebnisse. Als Teil der PISA-Offensive Bayern steht das Programm weiterhin allen Grundschulen kostenlos zur Verfügung – mit der Hoffnung, dass künftig noch mehr Grundschulen davon profitieren.

{ Fazit }

Gute Ideen, persönliches Engagement und technisches Know-how sind in diesem Projekt zu einem Ergebnis verschmolzen, das echte soziale Mehrwerte schafft und langfristig einen gesellschaftlichen Fortschritt ermöglicht.  

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